Linux-Befehle, die man im Kopf haben muss

Vierzig Befehle, zwanzig davon als „Grundlagen“ markiert: damit kommt man überall durch.

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  1. Kopieren

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    cp -r für ein ganzes Verzeichnis; cp -a erhält zusätzlich Rechte und Zeitstempel.

  2. Auf einen Rechner verbinden

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    ssh benutzer@rechner, mit -i für einen Schlüssel abseits des Standardpfads.

  3. Verschieben oder umbenennen

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    mv kann beides: Umbenennen ist Verschieben auf einen anderen Namen.

  4. Ein Protokoll mitlesen

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    tail -f datei.log schreibt jede neue Zeile mit, sobald sie ankommt.

  5. Löschen

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    rm -r für ein Verzeichnis. Es gibt keinen Papierkorb: Was weg ist, bleibt weg.

  6. Verzeichnis auflisten

    5/5

    ls -lh für lesbare Größen, ls -la zeigt zusätzlich die versteckten Dateien.

  7. Dienst steuern

    5/5

    systemctl status, start, restart. Der Status sagt auch, woran es scheiterte.

  8. Datei anzeigen

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    cat für kurze Dateien. Ab zwanzig Zeilen leistet less die besseren Dienste.

  9. Große Datei lesen

    5/5

    less behält die Navigation in der Hand; der Schrägstrich sucht im Text.

  10. In Dateien suchen

    5/5

    grep -rn Muster . nennt Datei und Zeile, was grep allein nicht liefert.

  11. Datei finden

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    find . -name \*.log -mtime -7: nach Namen und in den letzten sieben Tagen geändert.

  12. Handbuch lesen

    5/5

    man befehl; Schrägstrich plus Suchwort springt direkt zur gesuchten Option.

  13. Als Administrator ausführen

    5/5

    sudo für einen Befehl, sudo -i für eine ganze Sitzung, wenn zehn davon anstehen.

  14. Verzeichnis wechseln

    5/5

    cd ohne Argument führt ins eigene Home, cd - zurück ins vorherige.

  15. Prozesse ansehen

    5/5

    ps aux liefert die Momentaufnahme, eine Pipe zu grep findet den eigenen darin.

  16. Prozess beenden

    5/5

    kill fragt höflich, kill -9 fragt nicht mehr. Erst das Höfliche versuchen.

  17. Wissen, wo man steht

    5/5

    pwd zeigt den absoluten Pfad und entschärft damit die Hälfte aller Irrtümer.

  18. Verzeichnis anlegen

    5/5

    mkdir -p a/b/c legt die ganze Kette an und meckert nicht, wenn es sie schon gibt.

  19. Einen alten Befehl wiederfinden

    4/5

    history | grep muster, oder Strg+R, das schon beim Tippen sucht.

  20. Rechte ändern

    4/5

    chmod 644 für eine Datei, 755 für ein Verzeichnis oder eine ausführbare Datei.

  21. Freien Platz messen

    4/5

    df -h je Partition. Der erste Befehl, wenn ein Schreibvorgang scheitert.

  22. Finden, was die Platte füllt

    4/5

    du -sh * im Verzeichnis, dann in den größten Posten hinein, Ebene für Ebene.

  23. Archivieren

    4/5

    tar -czf archiv.tar.gz ordner packt zusammen, -xzf entpackt wieder.

  24. Anfang oder Ende einer Datei

    4/5

    head -n 20 und tail -n 50. Bei einer fremden Datei verrät head sofort die Form.

  25. In einer Datei ersetzen

    4/5

    sed -i s/alt/neu/g datei. Ohne -i bleibt das Ergebnis nur auf dem Bildschirm.

  26. Systemprotokolle lesen

    4/5

    journalctl -u dienst -f verfolgt einen Dienst statt des ganzen Systems.

  27. Live mitschauen

    4/5

    htop sortiert nach Prozessor oder Speicher; Prozesse lassen sich darin gleich beenden.

  28. Über das Netz kopieren

    4/5

    rsync -av quelle/ server:/ziel/ macht dort weiter, wo scp von vorn anfängt.

  29. Eine URL abfragen

    4/5

    curl -i zeigt die Kopfzeilen der Antwort, was die Hälfte der Zweifel klärt.

  30. Sehen, wer auf einem Port lauscht

    4/5

    ss -ltnp listet die offenen Ports samt dem Prozess dahinter.

  31. Wissen, wer eine Datei hält

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    lsof datei nennt den Prozess, der das Aushängen oder Löschen verhindert.

  32. Aufgabe planen

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    crontab -e bearbeitet, -l zeigt an. Fünf Felder: Minute, Stunde, Tag, Monat, Wochentag.

  33. Symbolischen Link anlegen

    3/5

    ln -s ziel link. Der Pfad zum Ziel sollte besser absolut sein.

  34. Zwei Dateien vergleichen

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    diff -u alt neu liefert das Format, das überall sonst gelesen wird.

  35. Eine Spalte herausziehen

    3/5

    awk mit {print $2} holt das zweite Feld, egal wie viele Leerzeichen dazwischen stehen.

  36. Eine Liste abarbeiten

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    find … | xargs -n1 befehl wendet denselben Befehl auf jeden Treffer an.

  37. Sortieren und entdoppeln

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    sort | uniq -c zählt die Vorkommen; ohne Sortieren zählt uniq daneben.

  38. IP-Adresse prüfen

    3/5

    ip a ersetzt ifconfig; ip r zeigt, über welchen Weg die Pakete hinausgehen.

  39. Rechner testen

    3/5

    ping sagt, ob er antwortet, nicht ob der Dienst läuft – zwei Fragen.

  40. Befehl wiederholen

    3/5

    watch -n 2 befehl startet ihn alle zwei Sekunden neu, an derselben Stelle.