Romane der Gegenwartsliteratur
Deutschsprachige Romane der letzten dreißig Jahre, die den Feuilleton-Lärm überdauern.
Herkunft – Saša Stanišić
Ankommen und Erinnern, so verspielt erzählt, dass der Buchpreis Nebensache wirkt.
Ein ganzes Leben – Robert Seethaler
Ein Bergtal, ein stilles Leben, kaum 150 Seiten – und alles gesagt.
Die Vermessung der Welt – Daniel Kehlmann
Humboldt und Gauß im Doppelporträt – Wissenschaftsgeschichte mit trockenem Witz.
Tschick – Wolfgang Herrndorf
Zwei Jungs, ein geliehener Lada, ein Sommer – der Roadtrip der deutschen Literatur.
Kruso – Lutz Seiler
Hiddensee 1989, Aussteiger am Rand der Republik – Sprachkunst mit Sog.
Agnes – Peter Stamm
Eine Geschichte schreibt eine Beziehung um – Schweizer Kühle in Reinform.
Faserland – Christian Kracht
Die Deutschlandreise von 1995, mit der die Popliteratur begann – kalt und bleibend.
Unterleuten – Juli Zeh
Ein Brandenburger Dorf zerlegt sich am Windpark; jeder hat recht, alle verlieren.
Das achte Leben (Für Brilka) – Nino Haratischwili
Ein georgisches Jahrhundert in einer Familie – 1300 Seiten, die kurz vorkommen.
Kairos – Jenny Erpenbeck
Eine Liebe in den letzten DDR-Jahren, genau wie ein Protokoll und doch Literatur.